Anspruchsvolle Bauprojekte Und die Projektmanager, die sie verwirklichen


In der Einsteinstraße 28 wurde die ehemalige „Direktion der Münchner Verkehrsbetriebe“ zum neuen Bildungszentrum der Münchner Volkshochschule (MVHS) umgebaut. Die beiden Gebäude an der Einsteinstraße stehen unter Ensembleschutz und wurden kernsaniert, die beiden Baukörper dahinter wurden durch Neubauten ersetzt. Die Verbindungsbrücke zwischen den beiden Altbauten wurde durch einen modernen Glassteg ersetzt. Auf nun gut 10.000 Quadratmetern finden mehr als 70 Unterrichtsräume Platz, darunter auch ein Kinderhaus, ein Veranstaltungssaal und eine Cafeteria.

Die bauherrenseitige Projektleitung und -steuerung wurde intern durch ein zweiköpfiges Projektteam erbracht, Planung und Ausführung wurden extern vergeben. In der Abteilung IM-PE wird das Projektmanagement für die Wohn- und Gewerbebau-Projekte erbracht, für den Olympiapark und sämtliche städtischen Bäder. Hier sind circa 35 Bauingenieure, Architekten und weitere Baufachleute beschäftigt, darunter eine Gruppe von Experten, die die jeweiligen Projektteams hinsichtlich der haustechnischen Gewerke HLSK, ELT und MSR unterstützt.

Münchens U-Bahnnetz benötigt dringend Entlastung, um in den kommenden Jahrzehnten leistungsstark und flexibel zu bleiben. Die Lösung hierfür ist die U9. Eine neue Linie in Nord-Süd-Richtung, die das Zentrum der bayerischen Landeshauptstadt quert.

Das Projekt ist eines der größten und wichtigsten im deutschen Nahverkehr. Seine Planung erfordert ein komplexes Zusammenspiel aus technischem Know-how und betrieblichen Abläufen. Dies stets in enger Abstimmung mit Behörden zu städtebaulichen und politischen Themen.

Die ca. 10,5 km lange Neubaustrecke stellt das Team der U9 vor spannende Herausforderungen. Sie verläuft unterirdisch durch eng bebaute Stadtviertel und bindet jeweils im Norden und Süden aufwändig an Bestandstunnel der Münchner U-Bahn an. Neuralgischer Punkt der U9 ist ein Halt am Hauptbahnhof. Dort wird aller Voraussicht nach in engem Zusammenwirken mit dem Projekt 2. Stammstrecke München in den kommenden Jahren bereits ein U-Bahnhof für die U9 vorgerüstet.

Für die Bauzeit muss berücksichtigt werden, dass der Betrieb des U-Bahnsystems so weit wie möglich aufrechterhalten werden kann. Ziel ist es, Beeinträchtigungen an der Oberfläche möglichst gering zu halten.

Am 19.07.2005 wurde im gemeinsamen Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft des Kreisverwaltungsausschusses und des Bauausschusses das in der IAG abgestimmte Busbeschleunigungsprogramm beschlossen, um die Fahrten mit dem Linienbus schneller, sicherer, pünktlicher und zuverlässiger durchführen zu können. Wichtigster Bestandteil dieses Programms ist die streckenbezogene Beschleunigung: Ausgewählte Linien werden komplett oder auch auf den für die Erreichung der Ziele entscheidenden Abschnitten beschleunigt. Das Projekt beinhaltet die Busbeschleunigung der Linie 63 auf dem Streckenabschnitt Pilsenseestraße bis Forstenrieder Allee. Der vorgelagerte Abschnitt vom Rotkreuzplatz bis Pilsenseestraße ist zum Teil schon beschleunigt bzw. es wurden die noch nicht beschleunigten Lichtzeichenanlagen im Projekt „Tunnel Mittlerer Ring Südwest“ bis Ende 2017 beschleunigt.

Zudem erfolgt die Beschleunigung der Linie 132 an den Lichtzeichenanlagen, die nicht parallel von der Linie 63 befahren werden. Somit wird dann auch die Buslinie 132 komplett zwischen Rindermarkt und Forstenrieder Park beschleunigt sein. Das Projekt wurde bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 abgeschlossen und die Beschleunigung der Linien 63 und 132 in Betrieb genommen.

Die Neubaustrecke umfasst den Abschnitt abzweigend von der heutigen Bestandsstrecke in der Nordendstraße über die Franz-Joseph-Straße, Martius-, Thiemestraße, durch den Englischen Garten bis zum Anschluss an den Bestand in der Theodorparkstraße, wo auch eine Wendeschleife entstehen wird. Somit führt mit relativ wenig Neubaustrecke ein wichtiger Lückenschluss einer Tangente im nördlichen Tramnetz der Landeshauptstadt München zu einem Baustein der Verkehrswende. Zudem bietet die Strecke den Vorteil einer Entlastung der hoch belasteten Innenstadt.

Mit Stadtratsbeschluss vom 24.01.2018 war die Planung zur Tram Nordtangente unter der Federführung der SWM bis zur Genehmigungsreife voranzutreiben und dem Stadtrat vor Einreichung des Antrags auf Planfeststellung zur Zustimmung vorzulegen.
Das Projekt untersucht auch einen weiteren Netzlückenschluss. Die Anbindung der „Inseltram“ (Münchner Freiheit – Schwabing Nord) über die Leopoldstraße bietet erhebliche verkehrliche Vorteile.

Die Planung zur Tram Nordtangente erfordert neben den allgemeinen Abstimmungen eine umsichtige Koordination – sowohl intern als auch mit externen Schnittstellen.

Das Projekt bietet nicht nur aus technischer Sicht viele Herausforderungen, sondern erfordert viel Projektkommunikation. Neben engen Stadtstraßen mit erhaltenswerten Bäumen und hohem Parkraumbedarf sind auch neue verkehrliche Herausforderungen zu berücksichtigen. So finden Überlegungen zu neuen Querschnittsaufteilungen statt, die den zukünftigen Erfordernissen entsprechen und abgestimmt werden müssen.

Die geplante Tram Münchner Norden (Verlängerung Tram 23) ist eine ca. 3,5 km lange Straßenbahn-Neubaustrecke im Stadtbezirk Schwabing-Freimann. Bereits 2011 und 2014 wurden vom Münchner Stadtrat konkrete Untersuchungen einer Verlängerung der Tram 23 von Schwabing Nord bis ins Entwicklungsgebiet Bayernkaserne, mit zukünftig rund 15.000 neuen Einwohnern, und weiter über die Heidemannstraße zur Endhaltestelle Kieferngarten beschlossen. Diese verkehrlich sinnvolle Streckenführung ist ein wichtiges Projekt des Nahverkehrsplans der Landeshauptstadt München und wurde im Januar 2019 durch den Stadtrat nochmals bestätigt. Fahrgäste der neuen Tramstrecke haben am Kieferngarten die Möglichkeit zum bequemen Umstieg auf Bus und U-Bahn. Zudem werden neue Verbindungen zwischen der Parkstadt Schwabing / Domagkpark und Fröttmaning / Garching mit nur einmaligem Umsteigen möglich.

Die Tramlinie wird im neuen Streckenabschnitt voraussichtlich sechs Haltestellen bedienen. Zur Überquerung der Gleisanlagen des DB Nordrings entsteht ein neues rund 260 m langes Brückenbauwerk, welches darüber hinaus auch eine neue Geh- und Radwegverbindung vom neuen Stadtquartier Bayernkaserne in die Parkstadt Schwabing ermöglicht. Zwischen dem U-Bahnhof Am Hart und Bayernkaserne bzw. Kieferngarten soll zudem eine effiziente Schnellbusverbindung, im Vorlaufbetrieb für eine offenzuhaltende U26, geplant werden. Die Busse sollen hier weitgehend auf einer eigenen Trasse verkehren.Die Stadtwerke München GmbH (SWM) arbeiten aktuell an der Entwurfsplanung des Projekts Tram Münchner Norden. Hierbei wird vor allem auf eine räumliche, funktionale sowie gestalterische Integration der neuen Tramstrecke und der Bustrasse in den bestehenden Straßenraum geachtet. Im Zuge des erforderlichen Straßenumbaus werden auch Verbesserungen bei den bestehenden Geh- und Radwegen berücksichtigt.

Die Planung der Tram Münchner Norden umfasst u. a. die Gewerke Verkehrsanlagen, Ingenieurbauwerke, Fahrleitung, Freianlagen, Fahrstromversorgung, Signalanlagen und Beleuchtung sowie Sparten.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts verlaufen die Gleise der Münchner Trambahn durch die Ismaninger Straße in Haid- und Bogenhausen. Immer wieder müssen bei den Bestandstrassen in Abhängigkeit von mehreren Faktoren, wie z. B. der Häufigkeit der Befahrung oder der Geometrie der Gleise, die Schienen gewechselt werden. In größeren Zeitabständen muss auch der komplette Oberbau erneuert werden.

Aktuell läuft in den Jahren 2018 bis Ende 2019 ein Projekt zur umfangreichen Gleiserneuerung des Oberbaus in der Ismaninger Straße. Das heißt im Detail, dass auf einer Streckenlänge von 1,8 km der Untergrund ertüchtigt und eine neue Gleistragplatte samt Schienen eingebaut wird.

Die Besonderheit bei Bestandserneuerungen im innerstädtischen Bereich ist die Vielzahl an Schnittstellen, welche koordiniert werden müssen. Weiterhin wird auch die Planung des Bauablaufs und der Baustellenlogistik unter den zumeist beengten Platzverhältnissen zur Herausforderung. Planerisch gilt es, in einer bereits Jahrzehnte bestehenden Infrastruktur Verbesserungen für die Fahrgäste, z. B. bei der Barrierefreiheit, umzusetzen. Auch reicht die Vielfalt der zu planenden Gewerke von der Weichentechnik und Fahrleitung über die Haltestellenbeleuchtung bis hin zur Tragwerksplanung der Gleistragplatten.

Neben den planerischen Anforderungen und externen Schnittstellen bedarf es bei der Projektbearbeitung auch intern einer intensiven Abstimmung, da der Trambahnbetrieb für die meisten Gleisbaustellen eingestellt werden muss.

Der Busbahnhof Studentenstadt wurde 1971 mit Eröffnung der U6 gebaut und ist seither baulich nahezu unverändert. Mit der Inbetriebnahme und in den darauffolgenden Jahren wurden ausschließlich Normalbusse mit 12 Metern Länge eingesetzt. In dieser Zeit verkehrten nur wenige Buslinien. Allerdings fanden in den vergangenen fast 50 Jahren sukzessive Angebotsausweitungen im Busverkehr mit mehr Linien, dichteren Takten und dem Einsatz von Gelenkbussen mit 18 Metern Länge statt. Dadurch hat der Busbahnhof nun seine Kapazitätsgrenze erreicht.

Durch große städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen im Münchner Norden, Nordosten und in den nordöstlichen Nachbargemeinden wird eine weitere Ausweitung der Busverkehre durch Taktverdichtungen und den zusätzlichen Einsatz von Buszügen mit 23 Metern Länge unumgänglich sein. Deshalb muss der Busbahnhof Studentenstadt ausgebaut werden. Wir tragen hierzu mit unseren Planungen in den Leistungsphasen 1 bis 4 nach der HOAI bei.

Die Olympiahalle München wurde 1972 anlässlich der Olympischen Spiele in Betrieb genommen. Heute ist sie eine Veranstaltungsstätte, die an mehr als 200 Tagen im Jahr ihre Türen für Rock- und Pop-Konzerte, Sport-Events, Ausstellungen oder Messen öffnet. Um auch in Zukunft den Ansprüchen der Veranstalter an moderne Multifunktionshallen gerecht zu werden, werden seit 2014 umfassende Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im laufenden Betrieb des Objekts realisiert. Von der Sanierung der Brandschutz- und technischen Anlagen bis zur optischen und funktionalen Aufwertung der Olympiahalle, etwa in puncto Beleuchtung, Leit- und Orientierungssystem, Inhouse-TV und Werbeanlagen, Tribüne und Bestuhlung oder Teilneubauten, sind die SWM über den gesamten Projektablauf hinweg verantwortlich. Natürlich werden sämtliche denkmalschutzrechtlichen Vorgaben berücksichtigt.Die Ziele des Sanierungsprojekts bzw. Modernisierungsprogramms sind klar abgesteckt: Eine hohe Wirtschaftlichkeit, Qualität und Flexibilität bei einer gleichzeitig nachhaltigen Nutzung sollen gewährleistet werden. Außerdem wird eine moderne Gebäudetechnik zur Optimierung der Betriebskosten etabliert – natürlich immer mit einem klaren Blick für die Bedürfnisse der Nutzer und des Veranstaltungsbetriebes sowie für Termine und den Gesamtkostenrahmen.

Auf dem Gelände des HKW Süd wird im Rahmen der Geothermienutzung der Bau einer Wärmeeinbindungsstation (WST) und eines Wärmespeichers als Neubau geplant und errichtet. Das Gebäude dient dazu, die Wärme aus der Geothermie in die 3 am Standort vorhandenen Fernwärmenetze anzuschließen. In dem Gebäude werden Pumpen, Wärmetauscher, Rohrleitungen sowie die gesamte hierfür notwendige Elektro- und Leittechnik untergebracht. Neben der WST wird ein 50 m hoher und 36 m breiter (Durchmesser) Wärmespeicher (zur höheren Flexibilisierung) errichtet. Das geplante Gebäude gliedert sich im Wesentlichen in drei Gebäudeteile – Thermalwasserbereich mit innerer und äußerer Fläche, den Elektrobereich (als Stahlbetonbau) und den Pumpenbereich für den Fernwärmekreis (als Stahlbau mit Metallfassade).

Aufgabe ist die bauherrenseitige Unterstützung und Koordination unterschiedlichster Arbeitspakete: von der Architektur über diverse Fachplaner (wie Tragwerks-, Brandschutz-, Entwässerungsplanung) bis hin zur Kosten-, Termin- und Qualitätssicherung.Aktuell befindet sich das Projekt in der Bauausführung.